Willkommen beim Demmerschoppen
Glück Auf, hier tobt das Ruhrgebiet!

 Onkel Reinhold-Botschafter für Kultur, Fleischwurst & Pipapo 

Onkel Reinhold alias Reinhold Ruhrgold wurde im Jahr 2006 von der Ruhrgebietsautorin Susanne Demmer erfunden.  

Er ist passionierter Ruhrpottler und liebt seine Heimatstadt Essen und den besten Verein der Welt, Rot-Weiss Essen. Und zwar wie bekloppt...   

 

Die Vita von Onkel Reinhold 

1963
Geburt im Schrebergarten von Hippen-Heini am 01.01.1963

1964
Bernd Spier singt „Das kannst du mit nicht verbieten“. Mutti ist entzückt und trennt sich für vier Wochen von Papa. Das Laufen lernen endet in der Ruhr, wo Reinhold und Mutti einen Monat im Campingwagen wohnen.

1965
Reinhold geht mit Onkel Freddy zur Regionalliga West. RWE gewinnt 4:0 gegen Eintracht Gelsenkirchen.

1966
Reinhold ist weg! Nach fünfstündiger Suche wird er bei Frau Brodlikowski am Büdchen gefunden.

1967
Reinhold sieht zum ersten Mal den Hasen Cäsar in „Schlager für Schlappohren“ mit Arno Görke und läuft erneut weg.

1968

Reinhold isst eine ganze Fleischwurst - der Kinderarzt ist entsetzt.

1969
späte Einschulung wegen gebrochenem Bein.

1970

Reinhold sammelt Kirschlutscher-Stiele und spießt sich allabendlich kleine Stücke Fleischwurst auf.

1971
Cousin Werner hört "Fireball" von Deep Purple. Reinhold hört mit und will nicht mehr zur Schule gehen.

1972
Urlaub in Kärnten. Reinhold lernt schwimmen. Er kratzt jeden Abend im Restaurant die Panade vom Schnitzel ab, baut daraus Bälle und füttert damit die Kühe.

1973
erstes Taschengeld - Reinhold kauft an einem Kiosk seine erste eigene Fleischwurst.

 


 

 

 

 

 

1974
Reinhold schaut während Muttis Mittagsschlaf "Im Reich der wilden Tiere", sieht einen Affen, geht zum Kühlschrank und schält sich eine Fleischwurst. Mutti legt Bernd Spier auf und tobt...

1975

Onkel Adolf vererbt Reinhold zwei Tauben mit dem Namen "Nina & Mike".

1976
Marion kommt in seine Klasse - Reinhold verliebt sich.

1977
ABBA - Konzert in der Grugahalle!
Reinhold klaut ein Skatspiel aus der Kneipe, um sein Bonanzarad zu verschönern. Das „Ass“, das einst seine Speichen verschönerte ist noch heute in seinem Besitz.

1978

Erste Versuche als Rocker scheitern, als Reinhold in der Teestube das Lied „Oh Mario“ von Peter Orloff wünscht.

1979
Erster Alkohol-Gau mit Eckes-Edelkirsch.

1980
Die erste Bravo für 1,30 DM! Auf dem Titel: Nastassja Kinski. Reinhold hat ein schlechtes Gewissen wegen Marion...
Tanzkurs! Reinhold wird nach dem Grundkurs vom Parkett verbannt, da er seine Hose mit Mausespeck gefüllt hat und Mädchen erschreckt.
Der erste Ford-Capri steht vorm Haus und wartet auf den Führerschein...

1981

Reinhold wird 18. Morgens ab in die Spielhalle, mittags Führerschein gemacht, nachmittags erste eigene Wohnung bezogen, am frühen Abend Alkohol in 20 Supermärkten und Büdchen gekauft, um 18.00 Uhr ins Bordell, um18.10 Uhr wieder raus, dann große Party am Kanal.
Im selben Jahr zieht der Sektenführer Bhagwan Rajneesh von Indien in die USA.
Die Welt ändert sich. Reinhold nicht.

1982

Als Helmut Schmidt am 3. Januar die Vertrauensfrage stellt, fühlt auch Reinhold sich berufen und führt ein klärendes Gespräch mit seinem Metzger. Dieser gibt zu, dass er die Rezeptur für die Fleischwurst heimlich geändert habe. Reinhold beendet seine Kundentreue und entscheidet sich, nur noch politisch korrekte Fleischwurst zu kaufen…

Reinhold fährt zur WM nach Spanien und landet statt im Stadion in einer Stierkampfarena. Dort lernt er Don Gaspar kennen, einen andalusischen Metzger, der ihn in den nächstenTagen ins spanische Metzgereihandwerk einführt. Die 3:1 Niederlage gegen Italien schmerzt Reinhold so sehr, dass Don Gaspar ein ganzes Dorf mobilisiert und eine Fiesta für Reinhold auf die Beine stellt. Reinhold ist gerührt und schenkt dem Dorf ein altes Fleischwurstrezept. Seitdem gibt es dort jährlich das „Don Reinholdo Fleischwurst-Rennen“ (mit Salzkapern-Flamenco und Spaß bis in die tiefe Nacht…)
 
1983
Die Uferschwalbe ist der Vogel des Jahres. Reinhold beginnt mit der Züchtung besonders schlanker Tauben, setzt diese an der Emscher aus und behauptet, dass dies die als ausgestorben geltende Emscherschwalbe sei, eine besonders seltene Art der Uferschwalbe. Er kauft sich einen Bauchladen und verkauft an die neugierigen Touristen und Ornithologen Fleischwurst und Kokosnüsse.
 
1984
Der Waldzustandsbericht für 1984 besagt, dass bereits 50 % des deutschen Waldes von sichtbaren Schäden betroffen sind. Reinhold geht 4 Wochen nicht aus dem Haus und dann zur Post.  

Aufgrund einer Verwechslung bekommt er einen Job. Die Familie ist erleichtert und stolz, bis sie bemerkt, dass Reinhold nun schon morgens bei Ihnen vor der Tür sein Unwesen treibt. Reinhold wird abgemahnt, als zahlreiche Bürger sich darüber beschweren, dass Reinhold Ihnen eigens geschriebene Briefe unterjubelt. Dort ruft er auf, dass Kiss niemals wieder ungeschminkt, Modern Talking gar nicht mehr und die Pet Shop Boys nicht so oft auf der Bühne stehen sollten.
 
1985
Das Wrack der Titanic wird gefunden. Inspiriert durch diesen Vorfall, fährt Reinhold nach Bochum zum Ümmingersee, findet beim Tauchen eine Tüte mit eingerollten Fünfmarkstücken und kauft daraufhin auf einer Kirmes für 200 DM Zuckerwatte. Dabei lernt er Manuela, Gaby, Sabine, Bettina, Anja, Sybille, Steffi, Stefanie, Ilse, Uschi, Melanie, Anette, Gesine, Angela, Sonja, Monika, Moni, Helga,  

Katja, Bärbel, Christina, Doris,Friederike, Marlies, Nena, Rosi, Ilse und Horst kennen. Horst trägt zu diesem Zeitpunkt Frauenkleidung.
Für Reinhold scheint die Sache mit den Frauen endlich anzulaufen…

1986

Der Sänger Falco stürmt die Charts. Reinhold hat ein neues Vorbild und taucht als „Taubo“ in den Ruhrgebietsdiscos auf. Den coolen Gang kreierte er auf der Kettwigerstraße in Essen, als er eines Abends auf dem Weg war, um eine Disko namens Librium zu suchen.
Mit viel zu enger Hose, versucht Reinhold, rhytmisch, auf den Lippen den Song „Electrica Salsa“ trällernd, einen coolen Gang zu studieren.
Die Schmerzen in der Hose sind der Grund, warum Reinhold seit diesem Tag stadtbekannt ist.  

Man ist auf der Suche nach Neuem und es wird nahezu alles kopiert.  

Auch Reinholds „Hodenqual-Schritt“.
 
1987
Reinhold bricht auf zu neuen Ufern. Als er erfährt, dass sein Laden Safari nun Blaue Grotte heißt, hat Reinhold keine Lust mehr auf Farbe. Er trifft sich mit Kumpels im Mühlmann, geht in Sigis Kalei und tanzt 6 Stunden lang den „Ich such nen Groschen-Tanz“. Macht ihm aber nur bedingt Spaß und beginnt damit, seine Freizeit lieber in Oppa-Kneipen und auf dem Sportplatz zu verbringen.
Als Rick Astley in den Charts auftaucht und beim Schwarzen Montag die Börse auf Talfahrt geht, kauft Reinhold 20 schwarze T-Shirts im US-Verkauf. Das ist sein erster und letzter Einkauf in Sachen Klamotten.
 
1988
Seine Patentante meint, es sei nun an der Zeit, eine feste Beziehung zu probieren. Mit Horst (der in den Frauenkleidern) geht Reinhold auf Brautschau.
Bei Horsts Geburtstagsparty trifft er Viktoria. Es funkt sofort. Gemeinsam schaut man sich im Fernsehen die Olympischen Winterspiele in Calgary an. Viktoria will aber lieber „Rick Astley“ hören und erzählt Reinhold von Ihrer Mitgliedschaft bei der CDU. Reinhold macht Schluss. Horst schmeißt daraufhin für Reinhold eine weitere Party, nur mit Männern…
 
1989
Während Reinhold im Garten eine Mauer baut, fällt eine andere in Berlin. Reinhold fährt sofort dahin, klaut Steine, die bis heute in seinem Garten vor lästigen Nachbarn schützen (insbesondere vor der Lehrerin vom Scharmützelsee, die mit dem Esoterik-Fimmel und den Patzelkes aus Leipzig, die mit den bekloppten Katzen). In Ost-Berlin lernt Reinhold einen österreichischen Metzger kennen, der ihm die „Extrawurst“ vorstellt.

1990

Reinhold wird bei der Post befördert. Deutschland wird Weltmeister. Horst wird Heidi.
Raider bleibt noch Raider. Ein gutes Jahr für Reinhold
 
1991
Helmut Kohl wird Bundeskanzler und der Karneval fällt aus (nicht wegen Kohl).

Trude Herr stirbt und in den Charts trällert Seal. Das ist für Reinhold zuviel. Er fährt mit Horst (Heidi) zum Metallica-Konzert nach Moskau und schaut mit ca. 1,5 Millionen Zuschauern ein gigantisches Konzert. Horst (Heidi) „kricht ne Krise“ und stopft sich 3 Ohropax pro Ohr rein. Es geht ab ins Krankenhaus, wo Horst (Heidi) seinen (ihren) Traumman nkennenlernt: Einen 2 Meter großen Pfleger namens Wladi. Die beiden heiraten 2 Monate später am Baldeneysee auf einem Plastik-Riesenschwan in himmelblau und rosa.
Reinhold schenkt einen Fleischwurstkranz mit selbst geschnitzten Salami- und Käse-Röschen.
 
1992
Reinhold wird in diesem Jahr zu 29 Junggesellenabschieden, 36 Polterabenden, 1 9standesamtlichen Trauungen, 40 kirchlichen Hochzeiten, 2 afrikanischen und 4 buddhistischen Hochzeitszeremonien eingeladen.
Zusammen mit Heidi-Horst (der bei jeder Hochzeit Blumen streut und für jede Veranstaltung einen neuen Fummel beim Schneider bestellt) zieht Reinhold alle Feiern durch. Erste Rückenprobleme stellen sich ein.
 
1993
Mariah Carey verursacht Reinhold Albträume, so dass er von März bis Septembe rin einer psychosomatischen Klinik im Sauerland eine Kur macht.
Zurück im Ruhrpott stellt Reinhold fest: Woanders ist auch kacke. Er lässt sich 6 Wochen krank schreiben und fährt 12 Stunden pro Tag mit Bus und Bahn durchs Ruhrgebiet.
Von Tag zu Tag geht’s Reinhold besser.
 
1994
Kurz vor der WM erhält Reinhold die Freistellung vom Job bei der Post. Die Familie ist geschockt, bis Reinhold mit dem Rentenbescheid auftaucht und sagt „Mich haben se kaputt geschrieben!“.
Reinhold beginnt nach der WM sein erstes Praktikum beim Schlachthof.
Meat Loaf ist auf Platz eins der Charts und Reinhold gründet seine erste Band „Meat Hof“, eine 4er- Combo, die sich aus dem Entbeiner Wilfried, dem Verwurster Reiner, dem Metzgerlehrling Christoph und Reinhold zusammen setzt.


1995
„Take That“ landet einen Nummer-eins Hit. Reinhol dund seine Combo „Meat Hof“ nennen sich um in „Take Mett“. Sie kreieren den „Entenleber-Tanz“ und touren einen Sommer lang von Campingplatz zu Campingplatz. Die Herbst-Winter-Tour führt durch die Kneipen des Ruhrgebiets, wo man noch heute „die Fleischwurst-Polka“ und den„Mortadella-Mambo“ tanzt.
 
1996
In Deutschland dürfen Bäcker erstmals nach Aufhebung des Sonntagsbackverbots sonntags frische Brötchen verkaufen. Reinhold flippt vor Freude völlig aus und gründet den „FBI-Borbeck“. Unter dem Motto „Fleischwurst-Brötchen-Immer!“ trifft man sich Sonntagmorgens im Schlosspark, frühstückt und geht danach auf den Fußballplatz.
 
1997
Der deutsche Bastei-Verlag stellt vierzig Jahre nach ihrem ersten Erscheinen die Groschenheftserie Wildwest-Roman ein. Reinhold fehlen 1000 der 1859 Exemplare. Er bereist die Flohmärkte der Nation, kauft alles auf, was ihm in die Hände kommt und bezieht danach eine alte Fabrikhalle. Am Ende des Jahres ist Reinhold pleite.
 
1998
Nach dem Verkauf seiner Habseligkeiten zieht Reinhold in einen ausgemusterten Schausteller-Wagen, der auf dem Hof eines Altenessener Schrottplatzes steht. Er macht ein Praktikum bei Schrott-Sigi, der ihn danach an Auto-Andy vermittelt. Am Tag der Gründung des Unternehmens „Google“ hat Reinhold die Idee, dass er mehr aus seinem Leben machen möchte. Er verlässt Altenessen und trampt nach Hamminkeln.
 
1999
Am 01.01. verlässt Reinhold Hamminkeln. Per Anhalter fährt Reinhold durch Polen, Tschechien und Ungarn, die danach der NATO beitreten. Der Pole Karol überredet Reinhold zu einer Tour durch Russland. Am 31. Dezembe rfeiern die beiden zusammen mit einem Herrn Jelzin, der im Wodka-Rausch nur noch „put in, put in“ sagen kann, was Reinhold veranlasst, immer wieder nachzuschenken.
 
2000
Reinhold ist zurück im Ruhrgebiet. Diether Krebs stirbt. Reinhold ist traurig. Er gründet den „Fernsehclub-Krebs-Kumpels“ (FKK) und trifft sich jeden Mittwoch mit ein paar Gleichgesinnten und schaut Videos mit Dieter Krebs. Reinhold träumt von einer eigenen Kneipe, die er „Diethers Erben“ nennen möchte.
 
2001
Reinhold zieht gut gelaunt ins 21. Jahrhundert und in ein Mehrfamilienhaus mit Vor- und Hintergarten. Er betätigt sich als Hausmeister und erkennt, dass viele Probleme vor der Haustür anzupacken und zu lösen sind.
Die erste geklonte Katze kommt zur Welt. Reinhold macht sich einen Spaß und bastelt kleine Clownmasken, die er den Katzen in der Nachbarschaft überstülpt. Auf die Laternen des Viertels klebt er Fotos: Vorsicht, Klown-Katze!
 
2002
Die Welt wird immer hektischer. Reinhold erfindet am Kanals das Zen-Angeln, besser bekannt als „Vegetarisches Zen-Angeln! Ohne Wurm, ohne Fisch“.  Alle die, die das belächeln, werden im Jahre 2009 staunen, wenn Millionen Mensche nweltweit in friedlicher Ruhe zum Zen-Angeln gehen.
 
2003
Helmu tRahn stirbt. Reinhold wird zum Einsiedler. Er verbringt das Jahr fast nur zu Hause und beschäftigt sich nur mit Fußball. Er schickt 4012 Briefe an den DFB und an Fußballvereine, schreibt den Song „Rühmann,Rahn & Reinhold“, das Manuskript „Reinholds Rasen“, baut Stadien aus Apfelsinensaft-Kartons und sucht Brieffreunde in Benin. Er lernt einen Voodoo-Fachmann kennen, der ihm einen Kirschstein schickt. Reinhold liest am selben Tag in einer Stadionzeitung von „Sascha Kirschstein“ und kehrt zurück ins Leben und ins Stadion.
 
2004
Auf den Montagsdemonstrationen demonstrieren Zehntausende gegen die HartzIV-Gesetze. Reinhold erfindet „Anpacken 5“ und beginnt, mit den Arbeitslosen aus dem Block zu arbeiten. Nach dem Frühsport und gemeinsamen Frühstück wird im Team nach Jobs gesucht. Reinholds Vermittlungsquote: fast 100 %. Der Rest bekommt Jobs in de rNachbarschaft und hilft, monatliche Straßenfeste zu organisieren.
 
2005
Es ist Schillerjahr. Reinhold beginnt, Ruhrpottgeschichten und Anekdötchen zu schreiben.
Zur Spargelzeit kauft sich Reinhold ein paar Gläser Spargel, die ihm nicht schmecken. Er beginnt, ein Fleischwurst-Kochbuch zu schreiben. Bei der Recherche trifft er Oma Mathilde. Sie weiht in ein in die geheimnisvolle Welt der Ruhrpott-Küche. Reinhold sammelt Rezepte, kreiert eigene und hat triumphalen Erfolg bei seinen geheimen Testessen. Ausnahme: Das Solei-Testessen mit 60 japanischen Messebesuchern. Das Ordnungsamt stoppt die Veransaltung. Begründung: So etwas sei verboten in der Villa Hügel.
 
2006
Reinhold wird von Nachbarn aufgefordert, sein Wissen und sein Können meh rins öffentliche Licht zu rücken. Es ist der Beginn einer wunderbaren Erfolgsgeschichte.  

„Mach et, Reinhold!“, so schallt es seitdem durch die Welt.

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